Sowohl das Passivieren als auch das Chromatieren zählen zu den Verfahren zur chemischen Vorbehandlung von Aluminium und anderen Metallen. Beide erzeugen eine sogenannte Konversionsschicht, die das Material vor Korrosion schützt und die Haftung für weitere Beschichtungen verbessert. Dennoch gibt es wichtige Unterschiede:
- Chromatieren ist ein Verfahren, das ursprünglich mit Chrom(VI)-haltigen Chemikalien durchgeführt wurde – bekannt z. B. als Gelbchromatierung. Diese bieten zwar sehr guten Korrosionsschutz, gelten aber heute als gesundheits- und umweltschädlich. Moderne Varianten (wie SurTec 650) sind zwar ebenfalls chromatierend, jedoch chrom(VI)-frei.
- Passivieren beschreibt hingegen vorrangig die Anwendung von chromfreien oder Chrom(III)-basierten Verfahren, bei denen die Schicht in erster Linie auf Korrosionsschutz und Haftvermittlung abzielt – ohne toxische Bestandteile.
In der Praxis verschwimmen die Begriffe manchmal, da moderne Chrom(VI)-freie Verfahren wie SurTec 650 sowohl als „Passivierung“ als auch als „Chromatierung“ bezeichnet werden können. Wichtig ist:
Passivieren steht heute für umweltfreundliche, REACH-konforme Lösungen, die sich besonders für Unternehmen eignen, die auf Nachhaltigkeit, gesetzliche Sicherheit und moderne Produktionsstandards setzen.





