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Eloxieren im Nanobereich

Eloxieren

Beim Eloxal-Verfahren (elektrolytisches Oxidieren) von Aluminium wird im Gegensatz zu galvanischen Verfahren keine metallische Schicht auf das Trägermaterial abgeschieden. Stattdessen erfolgt eine Umwandlung der obersten Aluminiumschicht in Aluminiumoxid (Al₂O₃). Die entstehende Oxidschicht wächst dabei zu etwa zwei Dritteln in das Grundmaterial hinein und zu einem Drittel darüber hinaus. Das Wachstum der Schicht hängt maßgeblich von der Gefügestruktur und der chemischen Zusammensetzung der Aluminiumlegierung ab. Diese Eigenschaften beeinflussen nicht nur die Dicke und Struktur der Oxidschicht, sondern auch deren optisches Erscheinungsbild, Färbbarkeit, Härte sowie Korrosionsbeständigkeit. Aus diesem Grund ist eine gezielte und sorgfältige Auswahl des Ausgangsmaterials für den Prozess unerlässlich.

Aluminium Eloxieren -Elektrolyt Oxididation

Beim Eloxieren entsteht eine isolierende und korrosionsbeständige Oxidschicht auf der Aluminiumoberfläche. Die erreichbare Schichtdicke variiert je nach Legierung: Bei kupferhaltigem Aluminium (Kupfergehalt über 2 %) liegt sie zwischen 5 und 10 µm, bei kupferfreien Legierungen sind bis zu 25 µm möglich. Das Verfahren findet in zahlreichen Industriebereichen Anwendung und überzeugt durch seine Vielseitigkeit – sowohl technisch als auch dekorativ. Durch gezielte mechanische Vorbehandlung oder das Abdecken bestimmter Flächen und Bohrungen lassen sich komplexe Anforderungen sowie verschiedene optische Effekte realisieren, etwa glänzende, seidenmatte oder matte Oberflächen. Die poröse Struktur der Eloxalschicht bietet ein hohes Adsorptionsvermögen, wodurch sich Farben sicher und dauerhaft einlagern lassen. Beim anschließenden Verdichten (Versiegeln) werden die Poren geschlossen und die Farbstoffe dauerhaft in die Schicht eingebunden.

Eloxieren von Aluminium

Eigenschaften

Bei kupferfreiem Aluminium sind Schichtdicken bis 25 µm möglich. Enthält die Legierung über 2 % Kupfer (z. B. Dreh- und Fräsqualitäten), reduziert sich die Schichtdicke auf 5–10 µm. Solche Schichten sind weicher und weniger beständig. Nur ein Drittel der Schicht liegt als Auftrag auf, zwei Drittel dringen ins Grundmaterial ein – ein wichtiger Aspekt bei Passungsteilen. Als Vorbehandlung bieten wir in Kooperation mit unseren Partnern Glasperlenstrahlen, Schleifen und Polieren an.

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Schutz & Präzision

Vorteile

Eloxieren verbessert den Korrosionsschutz, die Optik und die Härte der Oberfläche. Auch komplexe Anforderungen wie das Abdecken von Bohrungen oder Gewinden sind umsetzbar.

Für Passungsteile wichtig: Nur ein Drittel der Schicht liegt als Auftrag außen, zwei Drittel diffundieren ins Grundmaterial – dies sollte bei der Maßplanung berücksichtigt werden.

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Veredelung

Zusammenfassung

Das Eloxal-Verfahren erzeugt durch anodische Oxidation eine robuste, oxidische Schutzschicht auf Aluminium – für verbesserte Korrosionsbeständigkeit und optische Aufwertung. Wir bearbeiten Werkstücke bis 105 × 295 cm in einer Vielzahl von Farben: Natur, Grau, Schwarz, Rot, Gold, Orange, Braun und Blau. Farbton, Oberflächenstruktur und Haptik lassen sich individuell an Ihre technischen und gestalterischen Anforderungen anpassen.

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Farbeloxal

Beim Farbeloxieren wird die äußere Aluminiumschicht geöffnet und in einem elektrolytischen Bad oxidiert. Dabei entsteht eine poröse Oxidschicht, die das Eindringen von Farbstoffen ermöglicht. Die gewünschte Farbgebung entsteht durch das Einfüllen der Farbstoffe in diese Poren. Abschließend wird die Oberfläche versiegelt, um die Farbe zu fixieren und die Langlebigkeit sowie den Schutz der Schicht zu gewährleisten.

Farben eloxieren

Vorteile

Farbeloxieren ist eine moderne Methode, Aluminiumoberflächen nicht nur langfristig zu schützen, sondern ihnen zugleich eine individuelle Farbgebung und verbesserte technische Eigenschaften zu verleihen.

In unseren Anlagen bearbeiten wir Werkstücke bis 105 × 295 cm in den Farben Natur, Grau, Schwarz, Rot, Gold, Orange, Braun und Blau.
Für Werkstücke bis 100 × 60 cm stehen zudem zehn weitere Farbtöne zur Verfügung – für maximale Gestaltungsfreiheit.

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FAQs

Eloxieren ist vielseitig einsetzbar und findet in zahlreichen Branchen Anwendung, in denen hohe Anforderungen an die Oberflächenqualität, Funktionalität und Langlebigkeit gestellt werden.

In der Architektur wird eloxiertes Aluminium beispielsweise für Fassaden, Fensterrahmen oder Sonnenschutzsysteme verwendet – hier überzeugt es durch seine witterungsbeständige Oberfläche und die große Auswahl an Farbvarianten.

Im Maschinenbau und der Automobilindustrie dient das Verfahren dem Schutz vor Korrosion und Verschleiß an technischen Bauteilen, die dauerhaft Belastungen ausgesetzt sind. Die matte, gleichmäßige Optik wird zudem im Designbereich geschätzt – etwa bei hochwertigen Konsumgütern, Möbeln oder Elektronikgehäusen.

Auch in der Medizintechnik oder Lebensmittelindustrie kommen eloxierte Aluminiumteile zum Einsatz, da die Oberflächen hygienisch, leicht zu reinigen und beständig gegen viele Chemikalien sind. Nicht zuletzt profitiert die Luft- und Raumfahrtindustrie vom geringen Gewicht und der hohen Beständigkeit eloxierter Komponenten.

Kurz gesagt: Eloxieren ist überall dort die ideale Lösung, wo technische Performance, Oberflächenschutz und hochwertige Optik gefragt sind.

Das Eloxieren von Aluminium bietet eine ganze Reihe an Vorteilen – sowohl funktional als auch optisch. Die entstehende Oxidschicht ist hart, gleichmäßig und fest mit dem Grundmaterial verbunden, was sie besonders widerstandsfähig gegen Korrosion, Kratzer und mechanische Beanspruchung macht.

Darüber hinaus ist die Schicht licht- und UV-beständig, was eine dauerhafte Farbbrillanz bei eingefärbten Oberflächen ermöglicht – im Gegensatz zu Lackierungen, die mit der Zeit verblassen können. Die poröse Struktur der Eloxalschicht nimmt Farbstoffe gut auf, wodurch vielfältige dekorative Gestaltungsmöglichkeiten entstehen.

Eloxierte Oberflächen sind zudem pflegeleicht, hygienisch und temperaturbeständig. Sie eignen sich deshalb auch für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie oder Medizintechnik, da keine schädlichen Stoffe freigesetzt werden und die Schicht chemisch stabil bleibt.

Ein weiterer Vorteil: Die Eloxalschicht verändert nicht die Maße des Werkstücks, da sie gleichmäßig in die Oberfläche hineinwächst und nicht aufträgt wie eine Beschichtung.

Beim Chromatieren entsteht eine sehr dünne, leitfähige Schutzschicht, während das Eloxieren eine dickere, nicht leitfähige Oxidschicht erzeugt. Chromatieren eignet sich besonders gut, wenn eine gute elektrische Leitfähigkeit oder eine Lackvorbehandlung benötigt wird. Eloxieren bietet dafür einen besonders hohen Korrosionsschutz und vielfältige Farboptionen.

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